Kammerchor der Stadt Mannheim

Der Kam­mer­chor der Städ­ti­schen Musik­schu­le Mann­heim, seit 1988 unter der Lei­tung von Lio­nel Faw­cett, gab sich nach sei­ner inten­si­ven Aus­ein­an­der­set­zung mit Pur­cells Chor­mu­sik im Pur­cell-Jahr 1995 den Namen „Hen­ry Pur­cell Chor“. Mit Über­ga­be der Lei­tung von Lio­nel Faw­cett an Julia­ne San­ta Mit­te 2017 wur­de der Hen­ry Pur­cell Chor wie­der in Kam­mer­chor umbe­nannt.

In den ver­gan­ge­nen 25 Jah­ren kon­zen­trier­te sich der Chor auf kirch­li­che Chor­li­te­ra­tur und führ­te vie­le gro­ße Ora­to­ri­en auf: Johann Sebas­ti­an Bachs „Johan­nes Pas­si­on“, „Mat­thä­us Pas­si­on“ und „Magni­fi­cat“, Georg Fried­rich Hän­dels „Mes­si­as“, Modest Mus­sorgs­kijs „Bil­der einer Aus­stel­lung“, zwei Pro­gram­me zum 300. Todes­jahr von Hen­ry Pur­cell, Anto­nio Vival­dis „Glo­ria“, Wolf­gang Ama­de­us Mozarts „Requi­em“ und „Pas­si­ons­kan­ta­te“, Franz Becks „Sta­bat Mater“ als deut­sche Erst­auf­füh­rung und „Die Geschich­te Jesu“ zur Musik von Johann Sebas­ti­an Bach.

Dar­über hin­aus gab es Kon­zert­rei­sen nach Frank­reich, Eng­land und Est­land mit Chor­kon­zer­ten a cap­pel­la auf semi­pro­fes­sio­nel­ler Ebe­ne.

Der Chor hat zahl­rei­che wei­te­re A-Cap­pel­la-Chor­pro­gram­me prä­sen­tiert und vie­le unter­schied­li­che Ver­an­stal­tun­gen in Mann­heim und Umge­bung musi­ka­lisch umrahmt. Die Chor­ar­beit ern­te­te viel Aner­ken­nung beim Publi­kum und bei der Pres­se.

Im Jubi­lä­ums­jahr der Musik­schu­le 2001 wur­de, zusam­men mit dem Jugend­sin­fo­nie­or­ches­ter Mann­heim unter der Lei­tung von Diethard Laxa, das Ora­to­ri­um „Eli­as“ von Felix Men­dels­sohns-Bar­thol­dy auf­ge­führt und 2003 die geist­li­chen Eichen­dorff-Lie­der von Hugo Wolf.

Eben­falls seit 2003 unter­stütz­te der Chor den in die­sem Jahr gegrün­de­ten Kon­zert­chor der Stadt Mann­heim bei sei­nen Auf­füh­run­gen in Mann­heim und der Regi­on sowie in Ita­li­en.

Im Jahr 2007 hat­te der Hen­ry Pur­cell Chor inner­halb des Stadt­ju­bi­lä­ums „400 Jah­re Mann­heim“ einen spek­ta­ku­lä­ren Auf­tritt mit „Thea­ter Tita­nic“ in den Lau­er­schen Gär­ten. Eben­falls 2007 führ­te der Chor zusam­men mit dem „Kul­tur­netz Mann­heim“ sein Weih­nachts­kon­zert, das er seit über 20 Jah­ren jeweils in Mann­heim und Umge­bung durch­führt, erst­mals in der Tief­ga­ra­ge unter dem Stadt­haus auf und erreicht dort seit­dem eine gro­ße und brei­te Zuhö­rer­schaft.

2008 brach­te der Chor ein Kon­zert zum 100. Geburts­tag von Hugo Dist­ler (1908-1942) und im Jahr 2009 u.a. Kon­zer­te zum 350. Geburts­tag von Hen­ry Pur­cell (1659-1695) zu Gehör.

Zum 200. Geburts­tag Robert Schu­manns (1810-1856) führ­te der Chor im Jahr 2010 das sehr sel­ten gehör­te „Requi­em“ des Kom­po­nis­ten auf. Eben­falls 2010 brach­te der Chor im Som­mer­kon­zert „Sum­mer is aco­m­ing in“ Wer­ke mit welt­li­chen Chor­wer­ken zu Gehör.

2011 brach­te der Chor bei einem „Opern­abend“ Chö­re aus einer drei­hun­dert­jäh­ri­gen Opern­ge­schich­te, unter ande­rem von Wolf­gang Ama­de­us Mozart, Hen­ry Pur­cell, Ver­di und Richard Wag­ner zu Gehör. Zusätz­lich trat der Hen­ry Pur­cell Chor 2011 mit Chor­kon­zer­ten in Wein­gar­ten und Mann­heim auf.

2011 und 2012 hat­te der Chor Auf­trit­te bei der „Lan­gen Nacht der Muse­en“, und im Früh­jahr 2012 wirk­te er beim Bene­fiz­kon­zert „Beck­mann spielt Cel­lo“ zuguns­ten woh­nungs­lo­ser Men­schen in Mann­heim in der Mann­hei­mer Jesui­ten­kir­che mit.

Im Som­mer 2012 begeis­ter­te der Chor Publi­kum und Pres­se beim Som­mer­kon­zert „Alle­lu­ja!“ mit fröh­li­cher Musik aus vier Jahr­hun­der­ten, bei der immer das jubeln­de „Alle­lu­ja“ im Mit­tel­punkt stand.

2012 führ­te der Chor das Som­mer­kon­zert „My Spi­rit Sang all Day“ mit eng­li­scher Chor­mu­sik von Ben­ja­min Brit­ten, John Dow­land, Edward Elgar, Gerald Fin­zi, Georg Fried­rich Hän­del, C. Hubert H. Par­ry, Hen­ry Pur­cell, Charles V. Stan­ford, Arthur Sul­li­van und Wil­liam Lloyd Web­ber auf.
Im Som­mer 2014 brach­te der Chor beim Kon­zert „Him­mel strahlt so hel­le“ unter ande­rem Wer­ke von Anto­nin Dvor­ak, Bela Bar­tok zu Gehör.